Brookmerlander SPD legt den Fokus auf Familien, Kinder und Bildung

Familien mit Kindern im Vordergrund. Samtgemeinde soll attraktiv bleiben. Sozialdemokraten nehmen Sachstand auf und beraten über weitere Ziele.

(Brookmerland) In zahlreichen Fraktionssitzungen der SPD im Brookmerland werden
vor-schulische und schulische Einrichtungen thematisiert.

„Die Bedürfnisse der Gesellschaft verändern sich rasch“, berichtet Fraktionsvorsitzender Otto Thiele, „als Folge daraus sind Veränderungen in vor-schulischen und schulischen Einrichtungen notwendig“. Auf diese Entwicklung hat die Samtgemeinde bislang nicht nur reagiert, sondern vielmehr auch vorausschauend agiert indem sie entsprechende Angebote für Krippen, Kindergärten, Grundschulen und der IGS mit Ziel einer Oberstufe geschaffen hat, stellen die Fraktionsmitglieder fest.

Die Sozialdemokraten nehmen dies zum Anlass, alle Einrichtungen in Augenschein zu nehmen und dabei gegebenenfalls weitere erforderliche Ziele anzuvisieren. „Im Mittelpunkt unserer Politik“, so wird der SPD Gemeindeverbandsvorsitzender Gundolf Harms zitiert, „ stehen die Familien und ihre Kinder“.

„Die Samtgemeinde soll für alle Familien eine Wohlfühlgemeinde sein“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ida Bienhoff-Topp, die aufgrund ihrer gemachten Erfahrungen mit dem Kindergarten und der Grundschule in Osteel weiß wo von sie spricht. Bei der Betrachtung der Gesamtsituation stellt die Fraktion viele einzelne und ebenso gewichtige Punkte heraus.

Angefangen mit der Neuausrichtung der Spielplätze, die bekanntermaßen alle mehr oder weniger in „die Jahre“ gekommen waren. Auf der Basis der augenblicklichen Frequentierung wie auch einer Betrachtung der demografischen Entwicklung entstand eine Bestandsanalyse als Basis für eine Neuausrichtung. Bis auf wenige Restarbeiten ist dies Konzept jetzt umgesetzt und alle Spielplätze erfreuen sich bereits großer Beliebtheit bei den Kindern. Mit der Eröffnung einer weiteren Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren können nunmehr 45 kleinste Mitbürger eine Betreuung in den kommunalen Einrichtungen erfahren. In jeder Gruppe kümmern sich zwei Fachkräfte und eine Hilfskraft um das Wohl der Kinder. Zusammen mit den Tagesmüttern kann die Samtgemeinde so den augenblicklichen Bedarf abdecken. Partei und Fraktion in der Samtgemeinde sind sich jedoch einig, dass dieser augenblickliche Stand zwar sehr gut ist, jedoch nicht ausreichen wird den zukünftigen Bedarf zu decken.

„Auch in den Bereichen Kindergarten und Grundschule müssen wir laufend auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagieren“, stellt Beate Carl Wilts fest und eröffnete so die weitere Diskussion im familienpolitischen Bereich. Die Gesellschaft ist kontinuierlich im Wandel, stellen die Fraktionsmitglieder fest. Eltern gehen arbeiten, oft sind auch Alleinerziehende für ihre Kinder zuständig. Dann ist eine Nachmittagsbetreuung nötig, damit die Erwerbsträger ihrer Arbeit nachgehen können und ihre Kinder behütet wissen. „Berufstätige Frauen sind für die Gesellschaft sehr wichtig und Betreuungsplätze deshalb für viele existentiell“, ergänzt Horst Peters. Solche Angebote steigern nach der Aussage von Manfred Wirringa die
Attraktivität der Samtgemeinde und ihrer Mitgliedsgemeinden. „In vielen Bereichen sind wir hier in der Samtgemeinde auf den richtigen Weg“, freut sich Osteel Bürgermeister Burkhard Heuer.

Zu Schuljahresbeginn ist an der Grundschule in Upgant-Schott die neue Mensa eröffnet worden. An drei Tagen in der Woche können die Schülerinnen und Schüler hier nunmehr ihr Mittagessen einnehmen und anschließend an der weiteren Betreuung teilnehmen. In Rechtsupweg wird z. Zt. an der Einrichtung einer Mensa gearbeitet. In Osteel gibt es seit drei Jahren eine Mensa. Alle drei Schulen bieten so an drei Tagen in der Woche ein Mittagessen und Ganztagsbetreuung an. Die Grundschule Leezdorf wird seit Schuljahresbeginn als inklusive Schwerpunktschule für Kinder mit geistige und körperliche Einschränkungen geführt. Dort werden gemeindeübergreifend auch Kinder mit Förderbedarf aus Hage und Großheide beschult. In Wirdum werden die Überlegungen für eine Zusammenlegung von Kindergarten und Grundschule unter dem Dach der Grundschule konkreter. Die SPD will dieses Modell umsetzen, denn die räumliche Zusammenführung von Kindergarten und Grundschule sei die einzige Möglichkeit den Schulstandort Wirdum zu sichern. Es sprächen allerdings nicht nur wirtschaftliche Gründe für die Lösung, sondern auch pädagogische. Eine engere Verzahnung von Kindergarten und Grundschule sei deshalb gewünscht.

Hielt bislang nur der Kindergarten in Marienhafe über die üblichen Öffnungszeiten an Vormittagen bzw.
Nachmittagen Betreuungszeiten vor, so wird z.B. jetzt auch im Kindergarten in Upgant-Schott nach längeren Betreuungszeiten, die durch bereits vorhandene Sonderöffnungszeiten nicht abgedeckt werden können, nachgefragt.

Kräftig investiert wird über den Zeitraum von drei Jahren in die Bibliotheken der IGS Marienhafe und der Grundschulen in Osteel, Rechtsupweg und Upgant-Schott. 160 000,- € sind für eine Modernisierung zu einer zeitgemäßen Ausstattung eingeplant und teilweise bereits umgesetzt. In IGS Marienhafe wird ergänzend zur Bibliothek eine Mediathek eingerichtet. Um die Neuausrichtung zu begleiten und untereinander kompatibel zu gestalten, will die Fraktion sich aktiv an einer Diskussion beteiligen. In seiner Zusammenfassung plädierte der Fraktionsvorsitzende dafür, ein waches Auge auf die gesellschaftliche, politische Entwicklung zu haben. Mit einer familienfreundlichen Politik sichern wir die Zukunft der Samtgemeinde und seiner Mitgliedsgemeinden ist Otto Thiele überzeugt.