Schottjer SPD gibt „Windriesen“ eine Absage.

Mitgliederversammlung diskutiert zahlreiche aktuelle Themen.

(Upgant-Schott) In der jüngsten Mitgliederversammlung der SPD in Upgant-Schott beschäftigten sich Ortsverein und Fraktion mit zahlreichen aktuellen Themen.

Rückblick Bürgermeister Otto Thiele eröffnete die Diskussion über die Ratsarbeit, indem er in seinem Bericht das Jahr 2014 Revue passieren ließ und dabei einige Projekte aufzählte, die bereits erfolgreich auf den Weg gebracht worden sind. Dazu gehört beispielweise die Kinderkrippe mit zwei Gruppen an der Fasenstraße, die die Samtgemeinde im Herbst des letzten Jahres seiner Bestimmung übergab und seither stark frequentiert wird.
Ein weiteres leuchtendes Beispiel ist die Einrichtung eines Mühlenbeetes und die Neubepflanzung der Beete an der Mühle. Thiele: „Die Anlage ist zum Blickfang für Einheimische und Gäste geworden“. Zudem habe der Rat beschlossen, neben dem bereits bestehenden Zuschuss zum Brandkassen-beitrag für die Mühle, auch einen erheblichen Beitrag zur Sturmversicherung der Mühle zu leisten.
Im Mittelpunkt der Ratsarbeit stand zudem permanent, so Thiele, der Verkauf der Grundstücke an der Osterupganter-Straße. „Alle 17 Grundstücke sind verkauft, deshalb laufen bereits seit geraumer Zeit wieder Verhandlungen über weiteren Grunderwerb“, so der Bürgermeister.
Zu Jahresende wurde der Beschluss gefasst, den Schulhof und das DFB-Spielfeld an der Grundschule besser auszuleuchten, die Verwaltung wurde mit der Umsetzung beauftragt. Die in diesem Zusammenhang geführte Diskussion über Ergänzung der Sicherheitseinrichtungen auf dem Schulhof wird sich die Samtgemeinde annehmen. Im Samtgemeindeausschuss wurde dazu beschlossen, alle Schulen in die Überlegungen zur Ausstattung mit Sicherheitseinrichtungen einzubeziehen. “Ein Alleingang der Gemeinde macht von daher keinen Sinn“, so Thiele.
Im November konnte der Rat auf seiner Sitzung ein „neues“ Ratsmitglied begrüßen. Alwin Casjens, der dem Rat in der vorherigen Periode bereits angehörte, rückt für den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Ratsmitglied Jann Müller, nach. Mit Stolz verwies der Bürgermeister auf das gute Klima in der Ortsgemeinschaft. „Vereine und Verbände sind sich einig und ziehen an einen Strang“, sagte erfreut. Die Mitglieder engagierten sich vielfältig im Verein sowie auch außerhalb des eigenen Vereins. Ortsvereinsvorsitzender und SPD-Fraktionschef Gundolf Harms, bezeichnete die Samtgemeindebürgermeisterwahl und den Familientag mit Ehrungen als die herausragenden Ereignisse für den Ortsverein im abgelaufenem Jahr. Für die Fraktion stellte Harms fest, dass das Jahr 2014 erfolgreich verlaufen sei. Er betonte dabei, dass es der Fraktion wichtig sei, ein gutes Klima im Rat vorzufinden. Interfraktionelle Gespräche trugen sehr zum gegenseitigen Verständnis bei. Als Beispiele guter und harmonischer Ratsarbeit bezeichnete Gundolf Harms die gemeinsam von den Ratsmitgliedern durchgeführte Bepflanzung einer Fläche für den Tier- und Landschaftsschutz in Zusammenarbeit mit den Jägern und Imkern sowie die Besichtigung der Biogasanlage an der Schottjer-Straße.

Aktuelle Ratsarbeit Klar positionierten sich die Mitglieder in Sachen Windenergie. Der Ortsverein stimmte einmütig ihren Fraktionskollegen in der Aussage zu, keine Windriesen in der Gemeinde zuzulassen. Einhundert Meter ist Limit, so der Tenor in der Versammlung. Dies und weiteres, wie Abstände zur Wohnbebauung, wollen die Schottjer Genossinnen und Genossen über einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan regeln. Bauausschussvorsitzender Horst Peters zeigte sich in diesem Zusammenhang erfreut über die Ratsentscheidung, den öffentlich tagenden Bauausschuss nicht aufzulösen. Peters: „Wir wollen alle notwendigen Entscheidungen öffentlich diskutieren und die Bürgerinnen und Bürger zum Dialog einladen“. Die BWG-Ratsgruppe hatte jüngst einen entsprechenden Antrag auf die Auflösung des Fachausschusses gestellt. Schwerpunkt der Ratsarbeit im neuen Jahr wird der Erwerb vom Bauerwartungsland in der Gemeinde sein, so der einmütige Aussage in der Mitgliederversammlung. Zusammen mit der Samtgemeinde wolle man zudem versuchen, neue Flächen für Gewerbe zu erwerben. „Das jetzige Industriegebiet ist dicht“, so der Fraktionsvorsitzender Harms, „daher müssen neue Flächen her“. Auch in 2015 können die Verbände und Vereine wieder auf ihren jährlichen Zuschuss der Gemeinde vertrauen. Darüber hinaus wird es auch wieder möglich sein, finanzielle Unterstützung bei Investitionen durch die Gemeinde zu erhalten. „Auf die Bereitstellung entsprechender Mittel wird bei der Haushaltsaufstellung geachtet“, so der Bürgermeister.