Wohnraum muss bezahlbar bleiben. Wohnraum zeitnah und bezahlbar schaffen.

SPD Fraktion diskutiert Lösungen.

(Brookmerland) Durch die weitere Zuweisung von Flüchtlingen in die Samtgemeinde Brookmerland rückt neben der Betreuung der Menschen die Bereitstellung von Wohnraum zunehmend in den Vordergrund.

Es leben zurzeit 200 Flüchtlinge in den sechs Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Brookmerland. Laut Ankündigung der Landesbehörden kommen noch über 300 Personen im Laufe des Jahres dazu.

Die SPD Fraktion möchte Wohnraum für diese Flüchtlinge schaffen, die menschengerecht ist. Deshalb hat die SPD hat diese Meldung zum Anlass genommen, ei n Antrag an den Rat und die Verwaltung zu stellen, um gemeinsam nach Lösungswegen für die Unterbringung der Flüchtlinge zu beraten. Darüber hinaus steht die allgemeine Wohnraumsituation mit zur Debatte.

Die Samtgemeinde ist bemüht, neben der privaten Unterbringung der Flüchtlinge, einzelne zum Verkauf anstehende Häuser zu besichtigen und zu erwerben. Es kommen aber nur solche Immobilien in Frage, wo eine Nachnutzung bzw. ein Wiederverkauf nach Nutzungsende einer erworbenen Immobilie beim Kauf gleich mit berücksichtigt wird, zur Unterbringung bereitzustellen.

Die Belegung von freiem Wohnraum mit Flüchtlingen führt aber gleichzeitig dazu, dass der Wohnungsmarkt für die eigene Bevölkerung enger wird und die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen größer wird.

„Dieser Entwicklung können wir nicht tatenlos zu sehen“, sagte Fraktionsvorsitzender Otto Thiele in der Sitzung.

Um der Wohnungsnachfrage für Einheimische und Flüchtlinge nachzukommen, verabschiedeten die Sozialdemokraten ein Bündel von Maßnahmen.

So soll die Erschließung von Bauerwartungsland in allen Gemeinden beschleunigt werden, mit der Maßgabe, den sozialen Wohnungsbau in den Baugebieten zu ermöglichen. „Das sollte im jeweiligen Bebauungsplan auch so festgeschrieben werden“, fordert Horst Peters in der Sitzung.

Die SPD muss erreichen, dass Bewohner des Brookmerlandes auch mit geringen Einkommen eine Wohnung günstig erwerben bzw. mieten können. Angesichts der niedrigen Zinsen eine lösbare Aufgaben.

Für die Flüchtlinge soll weiterhin die Anmietung bzw. der Erwerb von Wohnraum stehen. „Zur schnellen Erstunterbringung der Flüchtlinge“, so SPD Gemeindeverbandsvorsitzender, Gundolf Harms, „werden wir auf Wohncontainer wohl nicht verzichten können“. Die Auffassung von Harms machte sich die die Fraktion nach einer Diskussion zu Eigen.

Zur Aufstellung der Container seien geeignete Standorte, z. B. samtgemeindeeigene Grundstücke mit Anschlüssen für Ver- und Entsorgung denkbar, so die Fraktion in ihrer PR.

Nach Vorstellung der Sozialdemokraten soll die Verteilung der noch zu erwartenden Flüchtlingen quotiert auf die Gemeinden erfolgen, wobei die jetzige Belegung als Basis für eine weitere Verteilung dient.

Für die Betreuung der Flüchtlinge und zur Unterstützung der freiwilligen ehrenamtlichen Helfer, werden die Ratsgremien in Kürze über die Einstellung einer hauptamtlichen Kraft entscheiden. Die anfallenden Personalkosten werden, soweit sie abrechenbar sind, der Samtgemeinde erstattet.