Zum Inhalt springen

SPD steht zur Störtebeker-Wohnanlage

Bild: SPD-Brookmerland

Die Sozialdemokraten in der Samtgemeinde sind über die erneute unsachliche Diskussion um den Verkauf der ehemaligen AWO-Wohnanlage in Marienhafe verwundert und auch verärgert. Waren es bislang CDU und BWG/SEB die diese unseriöse Forderung erheben, jetzt stoßen auch Grüne und BfB ins gleiche Horn. Gerade die Grünen und die BfB haben dem Kauf seinerzeit zugestimmt. Heute wollen sie nichts mehr davon wissen und am liebsten die Anlage wieder an den Leezdorfer Kaufmann Wilke Saathoff verkaufen. Die SPD ist erstaunt, wie mit Zahlen jongliert wird und Mieter, allesamt ältere Mitbürger, verunsichert werden.

Alle wissen, bezahlbarer Wohnraum in Marienhafe und Umgebung ist knapp. Hinzu komme, dass wie auch in anderen Gemeinden des Landkreises Aurich die Mieten rasant steigen. Immer mehr Investoren erkennen die Gewinnmöglichkeiten. Sie reizen Grundstücke durch den Bau von mehrgeschossigen Häusern maximal aus und sorgen so für eine neue nicht gewollte, städtebauliche Entwicklung in unseren Dörfern.

Die SPD wird daher einem Verkauf nicht zustimmen, ganz gleich wie oft die Forderung der anderen Fraktionen auch wiederholt wird. Auch wenn man über freiwillige Ausgaben immer streiten kann, so ist die Sicherstellung von bezahlbarem und altersgerechtem Wohnraum eine Aufgabe der Daseinsvorsorge und deshalb für uns Sozialdemokraten nicht verhandelbar.

Die Samtgemeinde braucht heute diese bezahlbaren Wohnungen für die Bewohnerinnen und Bewohner und auch in Zukunft für die nachfolgenden Generationen. Wir stehen zu unserem Wort und werden unsere Stimme gegen einen Verkauf erheben. Politik muss verlässlich sein und diese „Fähnchen im Wind“ Manier dieser neuen politischen Zusammenschlüsse in der Samtgemeinde wird die SPD nicht mitmachen.

Das Kaufangebot des Leezdorfer Kaufmanns Wilke Saathoff bestätigt zusätzlich die SPD-Haltung. Die von der Verwaltung vorgelegte Wirtschaftlichkeitsberechnung ist mehr als schlüssig und erwirtschaftet, trotz geringer Mieten und vernünftiger Unterhaltung der Anlage, einen Überschuss von knapp 27.000 Euro pro Jahr.

Die Störtebeker-Wohnanlage trägt sich somit selbst und erwirtschaftet zusätzlich noch Überschüsse. Jetzt soll die Anlage an den Kaufmann Wilke Saathoff abgestoßen werden, wenn es nach dem Willen von CDU, BWG/SEB und Grüne/BfB geht. Die Mieten und den Überschuss soll sich also in Zukunft der Leezdorfer Kaufmann in die Tasche stecken? Wir hoffen sehr, dass die anderen Fraktionen zu Vernunft kommen und endlich mit dieser unsinnigen und unnötigen Diskussion aufhören.