SPD-Arbeitnehmer lehnen Mindestlohn-Pause ab

Marienhafe – „Die Forderung des Gastronomieverbandes Dehoga, die Erhöhung des Mindestlohnes auszusetzen, weisen wir zurück“, sagte Sascha Pickel, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) im SPD-Unterbezirk Aurich. „Wir haben viel Verständnis für die besondere Situation, die Sorgen und Nöte der touristischen Anbieter in der Gastronomie und im Beherbergungsgewerbe, die gerade jetzt in der Corona-Krise vor enormen Schwierigkeiten stehen. Wir unterstützen sie mit Direkthilfen, Krediten und auch mit Senkung der Mehrwertsteuer. Aber auch die Arbeitnehmer in diesen Bereichen, die nicht zu den Spitzenverdienern in unserem Land gehören und überhaupt nichts für diese Krise können, haben massive Lohneinbußen hinnehmen müssen. Die Arbeitnehmer können sich auf unsere Hilfe verlassen. Der Mindestlohn ist die unterste Grenze der Lohnzahlung. Die Arbeitgeber sollten nicht den Mindestlohn in den Blick nehmen, sondern ihren Mitarbeitern Tariflohn zahlen. Die Berufe in Hotellerie und Gastronomie würden dadurch auch attraktiver und Fachkräfte würden an die Unternehmen gebunden. Eine Aussetzung der Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes wird es mit uns nicht geben“, heißt es in der Pressemitteilung der AfA weiter.