SPD: Tourismuswirtschaft in Ostfriesland braucht Hilfen

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Ostfriesland – Die Corona-Krise kann sich zu einer dramatischen Krise im Tourismus im Landkreis Aurich entwickeln. „Gastronomie, Hotels, Anbieter von Privatquartieren wie zum Beispiel Ferienwohnungen, Reedereien und touristische Dienstleister sind von dieser Entwicklung hart getroffen. Es besteht dringender Handlungsbedarf“, stellten Aurichs SPD-Unterbezirksvorsitzender und Bundestagsabgeordneter, Johann Saathoff, sowie Sascha Pickel, SPD-Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ostfriesland Touristik Landkreis Aurich GmbH fest. Das dwif-Consulting aus München hat 2016 die Situation im Landkreis Aurich untersucht und festgestellt, dass mehr als 23.000 direkte Arbeitsplätze im Landkreis Aurich von der Tourismuswirtschaft abhängig sind. „Die Wertschöpfung der Tourismuswirtschaft lag 2016 bei fast 1 Milliarde Euro im Landkreis Aurich. Wir hatten rund 15 Millionen Aufenthalte, die sich auf die Inseln Juist, Norderney und Baltrum mit rund 4 Millionen Aufenthalten, 5 Millionen an der Küste und dem Binnenland sowie rund 6 Millionen Tagestouristen im Landkreis Aurich aufteilten. Der Tourismus im Landkreis Aurich hat 2016 für rund 88 Millionen Euro Steuereinnahmen plus Grund- und Gewerbesteuern gesorgt“, sagte Pickel.

Die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen sei ein Leitmarkt. „Die SPD-geführte Landesregierung hat die Tourismuswirtschaft im Blick“, da sind die SPD-Politiker sicher. „Die Decke vieler touristischer Betriebe ist nur noch sehr dünn. Wenn die niedersächsische und ostfriesische Tourismuswirtschaft diese Krise überleben soll, dann benötigt sie neben den finanziellen Soforthilfen auch Liquiditätshilfen,“ sagte Saathoff. Pickel hält die Forderungen des Tourismusverbandes Niedersachsen und des Deutschen Tourismusverbandes für richtig. Eine Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent hält Pickel zwar für eine kommende Entlastung der gastronomischen und touristischen Betriebe, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. „Wenn die Einnahmen auf null sind, wie jetzt, dann hilft der verringerte Mehrwertsteuersatz heute keinem“, so Pickel.