Erneute Finanzhilfe für die kooperierenden Kommunen

Projekte im Brookmerland, in Hage und in Großheide werden 2020 vom Land mit 764.000 Euro gefördert

Brookmerland/Hannover. Wenn drei sich einig sind und gute Ideen haben, kann sich das Land dem kaum verweigern. So lässt sich die jetzt erfolgte Übergabe eines Förderbescheides im Rahmen der Städtebauförderung des Landes durch Niedersachsens Bauminister Olaf Lies zusammenfassen. Aus dem Landesprogramm „Lebendige Zentren ‐ Erhalt und Entwicklung der Orts‐ und Stadtkerne“ werden die kooperierenden Samtgemeinden Brookmerland und Hage sowie die Gemeinde Großheide mit einer Summe von 764.000 Euro gefördert. Wie Minister Lies betonte, würden die Fördenmittel dieses kommunale Netzwerk bei Anpassungen der Infrastrukturen der Daseinvorsorge unterstützen und somit die überörtliche Zusammenarbeit intensivieren. Dies spiegele sich insbesondere in der Sanierung und in dem bedarfsgerechten Umbau leer stehender Gebäude in Kindergärten oder Begegnungszentren für eine wohnortnahe Versorgung wider.

Die Gesamtmaßnahme in den drei kooperierenden Kommunen beinhaltet den Umbau leer fallender Gebäudeteile der Grundschule Berumbur als Kindergarten, den Umbau der Grundschule Wirdum zu einem inkludierten Kindergarten, die Schaffung einer außerschulischen Bildungs‐ und Begegnungsstätte in Hage, den Umbau und die Nachnutzung des leer fallenden Kindergartens Rechtsupweg zu einem Haus der Vereine und einem Haus der Jugend, den Umbau eines Wohnhauses im Bereich der Grundschule Hage zu einer Bildungseinrichtung, den Umbau der leer stehenden Hausmeisterwohnung in Hage zu einer gemeindlichen Begegnungsstätte (Lützbörger Bummert), die Umnutzung des ehemaligen Bahnhofes Marienhafe zu einem Begegnungs‐ und Kulturzentrum sowie den Umbau des leer stehenden Gebäudeteils der ehemaligen Förderschule Großheide zu einem Kindergarten.

Nachdem hierfür im Jahre 2019 bereits 2.176.500 Euro investiert wurden (1,451 Mio. Euro an Fördermitteln des Landes und 725.500 Euro an Eigenmitteln), sieht der Kostenrahmen für das Jahr 2020 insgesamt 1.146.000 Euro vor, und zwar 382.000 Euro an Eigenmitteln und eben die 764.000 Euro als Landeszuschuss, die Minister Lies jetzt als Bewilligungsbescheid übergeben hat.

„Die Landesregierung steht auch in der aktuellen Situation an der Seite der Kommunen und der Bauwirtschaft. Gerade in dieser schwierigen Phase ist die Bauwirtschaft ein wichtiger Konjunkturmotor. Mit der Städtebauförderung setzen wir zudem ein Zeichen für Solidarität und Zusammenhalt. Wir sind als Land ein verlässlicher Partner“, so Bauminister Lies.

Das Land unterstütze dieses Jahr insgesamt 202 Fördermaßnahmen der Kommunen mit 121,65 Mio. Euro aus der Städtebauförderung. Zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil und den so genannten zweckgebundenen Einnahmen können damit Investitionen in Höhe von rund 178,5 Mio. Euro umgesetzt werden.

Der Landtagsabgeordnete Wiard Siebels ergänzte: „Gerade in diesen Zeiten, in denen die Kommunen stark gefordert sind, ist die Städtebauförderung eine tragende Säule für die Entwicklung in den Städten und Gemeinden. Die Förderung unterstützt die Kommunen, wichtige Investitionen in die Stadt‐ und Ortsentwicklung zu tätigen, wodurch Ortskerne attraktiv gestaltet werden, brach liegende Flächen aktiviert oder Grün‐ und Freiflächen geschaffen werden können.“ Und gleichzeitig würden Arbeitsplätze im Handwerk und in der Bauwirtschaft gesichert und starke Impulse für die Zeit nach Corona gesetzt ‐ in der dann vor allem die regionale, mittelständisch geprägte Wirtschaft profitiere, so Siebels.